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Finanzierung

Fresenius deckt den Finanzierungsbedarf durch eine Kombination aus operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, und durch die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Wichtige Instrumente neben Bankfinanzierungen sind Anleihen, Schuldscheindarlehen, ein Commercial-Paper-Programm und ein Forderungsverkaufsprogramm.

Die Finanzierungsaktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr waren auf die Refinanzierung bestehender Finanzierungsinstrumente und auf den Abschluss langfristiger Finanzierungen für Akquisitionen im Wesentlichen des Erwerbs von Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG und allgemeine Geschäftszwecke ausgerichtet. Des Weiteren erfolgten Finanzierungsmaßnahmen, um den Zinsaufwand zu reduzieren und das Fälligkeitenprofil weiter zu verbessern.

  • Im Januar 2013 hat die Fresenius Finance B.V. eine Anleihe in Höhe von 500 Mio € mit einem Coupon von 2,875 % platziert. Die Anleihe wurde zum Nennwert ausgegeben und wird im Jahr 2020 fällig. Der Nettoemissionserlös wurde zur Refinanzierung der Ende Januar 2013 fälligen Anleihe verwendet.
  • Im Februar 2013 hat Fresenius eine Anleihe in Höhe von 650 Mio € mit einem Coupon von 5,5 % und einer Laufzeit bis 2016 vorzeitig vollständig zurückgezahlt. Zur Finanzierung der Rückzahlung wurden zunächst vorhandene Kreditlinien genutzt. Ende Juni 2013 wurde dann die im Dezember 2012 arrangierte syndizierte Kreditvereinbarung („Kreditvereinbarung 2013“) in Anspruch genommen.
  • Im Februar 2013 hat die Fresenius SE & Co. KGaA Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 125 Mio € begeben. Die Erlöse wurden für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.
  • Im Juni 2013 erfolgte die Auszahlung der Kreditvereinbarung 2013. Zu diesem Zeitpunkt hatte diese ein Gesamtvolumen von 2,25 Mrd €. Sie setzte sich zusammen aus revolvierenden Kreditlinien in Höhe von 300 Mio US$ und 600 Mio € sowie Darlehen über 1,0 Mrd US$ und 650 Mio €. Diese Tranchen sind im Jahr 2018 endfällig. Die Erlöse wurden zur Refinanzierung der syndizierten Kreditvereinbarung, die im September 2013 und September 2014 fällig geworden wäre, und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.
  • Im August 2013 wurde die Kreditvereinbarung 2013 um eine US-Dollar-Darlehenstranche mit einer Endfälligkeit im Jahr 2019 in Höhe von 500 Mio US$ erweitert. Die Erlöse aus dieser zusätzlichen Tranche wurden zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten verwendet.
  • Im Oktober 2013 hat die Fresenius SE & Co. KGaA mit einer Gruppe von Banken eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 1,8 Mrd € mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen. Davon wurden 1,5 Mrd € für eine im Rahmen einer Treuhandvereinbarung geleistete Anzahlung in Höhe von 2,18 Mrd € für den Erwerb von Kliniken und MVZ der Rhön-Klinikum AG in Anspruch genommen. Im Januar und Februar 2014 wurde die Zwischenfinanzierung mit den Erlösen aus der Platzierung von Anleihen weitgehend zurückgeführt. Die Zwischenfinanzierung wurde am 27. Februar 2014 freiwillig vorzeitig gekündigt und der noch ausstehende Betrag getilgt.
  • Im November 2013 wurde die Kreditvereinbarung 2013 um weitere Fazilitäten in einer Gesamthöhe von 1,2 Mrd € erweitert. Diese setzen sich zusammen aus einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio € und einem Darlehen in Höhe von 600 Mio € – beide mit Endfälligkeit im Jahr 2018 – sowie einem Darlehen über 300 Mio €, dessen Endfälligkeit im Jahr 2019 liegt. Diese zusätzlichen Fazilitäten wurden ebenfalls zur Finanzierung des Erwerbs von Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG verwendet.

Die folgende Grafik zeigt die Fälligkeitsstruktur des Fresenius-Konzerns:

Die Fresenius SE & Co. KGaA verfügt über ein Commercial-Paper-Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel bis zu 500 Mio € ausgegeben werden können. Am 31. Dezember 2013 war das Commercial-Paper-Programm in voller Höhe genutzt.

FÜNFJAHRESÜBERSICHT FINANZLAGE


in Mio €20132012201120102009
Operativer Cashflow2.3202.4381.6891.9111.553
in % vom Umsatz11,412,610,312,011,0
Working Capital14.5714.4704.0673.5773.088
in % vom Umsatz22,523,224,922,421,8
Investitionen in Sachanlagen, netto1.047952758733662
Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden1.2731.4869311.178891
in % vom Umsatz6,37,75,77,46,3

in Mio €20132012201120102009
Operativer Cashflow2.3202.4381.6891.9111.553
in % vom Umsatz11,412,610,312,011,0
Working Capital14.5714.4704.0673.5773.088
in % vom Umsatz22,523,224,922,421,8
Investitionen in Sachanlagen, netto1.047952758733662
Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden1.2731.4869311.178891
in % vom Umsatz6,37,75,77,46,3

Der Fresenius-Konzern nahm im Rahmen von bilateralen und syndizierten Bankkrediten Mittel in Höhe von rund 5,9 Mrd € in Anspruch. Darüber hinaus bestanden per 31. Dezember 2013 rund 2,2 Mrd € freie Kreditlinien (einschließlich fest zugesagter Kreditlinien in Höhe von rund 1,7 Mrd €). Diese Kreditlinien stehen im Allgemeinen zur Finanzierung von Betriebsmitteln zur Verfügung. Mit Ausnahme der syndizierten Kreditvereinbarungen der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care sind die Kreditlinien in der Regel unbesichert.

Am 31. Dezember 2013 erfüllten sowohl die Fresenius SE & Co. KGaA als auch die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA einschließlich aller Tochtergesellschaften die Kreditauflagen und Verpflichtungen aus sämtlichen Finanzierungsverträgen.

Detaillierte Informationen zur Finanzierung des Fresenius-Konzerns finden Sie hier. Einen Ausblick auf Finanzierungsmaßnahmen im Jahr 2014 geben wir im Prognosebericht.

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