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An unsere Aktionäre

Foto Dr. Ulf M. Schneider

Sehr geehrte Damen und Herren,

2013 war ein weiteres außerordentlich erfolgreiches Jahr für Fresenius. Wir haben unsere strategischen Ziele durchweg erreicht und alle unsere Prognosen erfüllt. Erstmals haben wir die Marken von 20 Milliarden Euro beim Konzernumsatz und von 1 Milliarde Euro beim Konzernergebnis überschritten. Der Umsatz ist währungsbereinigt um 8 Prozent, das um Währungs- und Sondereinflüsse bereinigte Konzernergebnis um 14 Prozent gewachsen.

Leicht war dies keineswegs, denn wir trafen in wichtigen Märkten auf erhebliche Herausforderungen. So musste Fresenius Medical Care die Folgen des US-Haushaltsstreits verkraften, namentlich die Kürzung der Kostenerstattung um 2 Prozent aufgrund der sogenannten Sequestrierung. Fresenius Kabi hat sich erfolgreich behauptet, obwohl die Preise in China überdurchschnittlich stark gesenkt wurden, in der EU die Anwendung für Blutvolumenersatzstoffe eingeschränkt wurde und bei Produktionsstätten in den USA und in Indien Kosten infolge behördlicher Anforderungen entstanden sind. Fresenius Helios und Fresenius Vamed haben ihre ausgezeichnete Entwicklung fortgesetzt.

Strategisch war das Jahr 2013 richtungweisend. Auf dem Weg, unsere Position als ein global führender Gesundheitskonzern auszubauen, sind wir ein großes Stück vorangekommen. Im Mittelpunkt stand dabei Fresenius Helios mit dem Erwerb von Krankenhäusern der Rhön-Klinikum AG.

Nachdem die geplante Übernahme der Rhön-Klinikum AG 2012 nicht zustande gekommen war, haben wir die Chance ergriffen, 40 Krankenhäuser und 13 Medizinische Versorgungszentren der Gesellschaft zu erwerben. Die Akquisition wurde nicht nur vom Kapitalmarkt sehr positiv aufgenommen. Die Perspektive, Patienten künftig in einem flächendeckenden Kliniknetzwerk innovative Versorgungsmodelle anbieten zu können, stößt auch bei unseren Partnern im Gesundheitswesen auf großes Interesse. Die meisten Menschen in Deutschland können nun binnen einer Stunde die nächstgelegene HELIOS Klinik erreichen. Mit dieser breiten Präsenz hat sich Fresenius Helios eine hervorragende Ausgangsbasis für weiteres Wachstum geschaffen.

Wir haben 2013 also viel erreicht. Dies wäre ohne den überaus engagierten und motivierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Ihnen allen danke ich sehr herzlich für ihre ausgezeichneten Leistungen. In gleicher Weise möchte ich mich bei den Belegschaftsvertretern für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

Blicken wir nach vorn: Das Jahr 2014 wird uns vielfältige Chancen bieten, uns aber auch vor Herausforderungen stellen, die wir – davon bin ich fest überzeugt – meistern können. Daraus ergeben sich die folgenden Prioritäten für unsere Unternehmensbereiche:

  • Auf Fresenius Medical Care kommen weitere Kürzungen im staatlichen Erstattungssystem der USA zu. Als vertikal integriertes Unternehmen, das sowohl Produkte als auch Dienstleistungen für die Dialyse anbietet, verfügt Fresenius Medical Care jedoch über gute Voraussetzungen, um diesen Kürzungen mit Kosteneinsparungen zu begegnen. Außerhalb der USA sehen wir vor allem in den Schwellenländern große Wachstumschancen. Das Geschäft dort auszubauen, bleibt daher eine der Hauptaufgaben des Unternehmensbereichs.
  • Fresenius Kabi wird sich darauf konzentrieren neue Produkte einzuführen und das bestehende Angebot regional auszuweiten. Attraktive Wachstumsmöglichkeiten bieten sich vor allem in Asien und Lateinamerika. Auf dem US-Markt rechnen wir damit, dass die Lieferengpässe bei den Wettbewerbern zurückgehen und die Angebotssituation sich damit normalisiert.
  • Fresenius Helios wird die neu erworbenen Krankenhäuser zügig integrieren und die Größenvorteile des deutlich gewachsenen Klinikverbunds nutzen. Gleichzeitig wird der Unternehmensbereich seine hohen Qualitätsstandards in den Kliniken weiterentwickeln.
  • Fresenius Vamed setzt die bewährte Strategie fort, Gesundheitseinrichtungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu betreuen. Der Unternehmensbereich nutzt dazu seine umfassende Kompetenz im Projekt- und Dienstleistungsgeschäft. Im Jahr 2014 soll das Geschäft vor allem international weiter ausgebaut werden. Dabei stehen die Schwellen- und Entwicklungsländer im Vordergrund.

Wirtschaftlich haben wir uns für 2014 ehrgeizige Ziele gesetzt: Wir wollen den Konzernumsatz währungsbereinigt um 12 bis 15 Prozent steigern. Das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen soll währungsbereinigt um 2 bis 5 Prozent wachsen. Diese Prognose berücksichtigt Kürzungen bei der staatlichen Kostenerstattung für die Dialyse. In den letzten Jahren profitierten wir besonders davon, dass in den USA Lieferengpässe für intravenös zu verabreichende Arzneimittel bestanden. Wir erwarten, dass unsere Wettbewerber ihre Lieferfähigkeit verbessern und sich diese außerordentlichen Effekte abschwächen. Über die angestrebten Ziele hinaus werden wir weiter daran arbeiten, unsere Kosten zu senken, Prozesse zu optimieren und die Größenvorteile unseres Geschäftes systematisch zu nutzen.

Auch mittelfristig verfolgen wir anspruchsvolle Finanzziele. Für das Geschäftsjahr 2017 streben wir einen Konzernumsatz von rund 30 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro an. Alle Unternehmensbereiche sollen hierzu mit organischem Wachstum sowie kleinen und mittelgroßen Akquisitionen beitragen.

Ich bin überzeugt, dass Fresenius als diversifizierter Gesundheitskonzern alle Voraussetzungen erfüllt, um diese Ziele zu erreichen. Die Rahmenbedingungen für unser Unternehmen bleiben positiv. In nahezu allen Märkten – sei es in den etablierten Industrieländern, sei es in den aufstrebenden Schwellenländern – steigt die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen stetig. Unser Wachstum basiert auf medizinischem Fortschritt, steigenden Qualitätsansprüchen und weiterer internationaler Expansion. Unserer gesellschaftlichen Verantwortung im sensiblen Gesundheitsmarkt sind wir uns dabei vollauf bewusst.

Wir haben also allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Auch künftig werden wir stets danach streben, kranken Menschen die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten. Das ist unser Anspruch, und wir setzen dabei weiterhin auf Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulf M. Schneider
Vorsitzender des Vorstands

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